Zusammengestellt vom Ortsheimatpfleger Arnold Plesse
(nach dem von Uwe Borchers zur Verfügung gestellten Original
der Jubiläumsbroschüre von 1994.)
Bearbeitungsstand: 12.05.2004
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40 Jahre
DRK-Ortsverein Lunestedt und Umgebung

Titelseite

"Die Grufties" ?


Aus alten JRK-Erinnerungen heraus haben wir uns vor einigen Jahren wieder zusammengefunden. In unregelmäßigen Abständen treffen wir uns gemeinsam, um etwas für das Rote Kreuz zu tun. Alle unter uns waren schon in Kinder- u. Jugendjahren irgendwie im JRK tätig. Böse Zungen betiteln uns auch als Grufties, denn die JRK-Zeit ist nach dem 25. Lebensjahr offiziell eigentlich schon beendet. Die Treffen nutzen wir in der Regel zum Basteln für bestimmte Veranstaltungen wie z.B. den Ball und den Weihnachtsmarkt. Des weiteren unternehmen wir einiges gemeinsam und nutzen die Zeit einfach zum "Plaudern" und vor allem wegen der Geselligkeit.
Sigrid Kellmer-Huth

Grufties

Auf dem Foto von links nach rechts:
Anja Busch, Marion Borchers, Angelika Timm, Renate Voigts, Sigrid Kellmer-Huth und Annette Seutter.
Nicht auf dem Foto: Martina Norden


Aktivitäten im Ortsverein


Seit 15 Jahren aktiver Umweltschutz des JRK Lunestedt

Das Jugendrotkreuz Lunestedt leistet seit vielen Jahren aktiven Umweltschutz in der Gemeinde. Begonnen haben unsere Aktivitäten mit Einsammeln von Müll in der Gemarkung rund um und in Lunestedt. Dabei fanden wir Unmengen von Plastikfolien, Autoersatzteilen, verrostetem Blech, Glas, vor allem Hausmüll und auch Bauschutt.
In all den Jahren wurden die Lunestedter Bürger immer zur Mithilfe aufgerufen, die uns mal mehr und mal weniger unterstützt haben. Bei Wind und Wetter sind wir mit "Groß und Klein", mit Treckern und Anhängern unserer Lunestedter Landwirte losgezogen, um die Feldmark zu durchstöbern. Die Begeisterung der Kinder stieg mit der Größe und Menge der "Fundsachen".
Mit den Jahren nahm der Trend zur Müllentsorgung außerhalb der eigenen Mülltonne zum Glück ab, sodaß wir den von der Gemeinde gestellten Müllcontainer nicht mehr füllen konnten. Wo war jetzt noch Hand anzulegen? In diesen Überlegungen setzten wir uns vor einigen Jahren mit der Jugendfeuerwehr, dem Angelsportverein und dem Lunekring zusammen. Mit Hermann Kück fanden wir jemanden, der sich schon länger mit dem Umwelt- und Naturschutz beschäftigt hatte und neue Ideen für unseren Umwelttag einbrachte. So entstanden die Baumpflanzaktionen am Denkmalplatz, am Bardel und am Reithornsberg . Eine weitere Aktivität war die Reinigung des "Schulwaldes". Unsere letzte große Aktion war die Entbirkung des Moores am Reithorn. Hierbei wurde dem starken Birkenbewuchs auf 3500 qm zu Leibe gerückt, um dadurch die Grundlage für neuen natürlichen Bewuchs zu schaffen.
Als Dank an die Helfer gab es nach jedem Umwelttag einen zünftigen Grillimbiß mit gemütlichem Beisammensein, der von allen beteiligten Vereinen mitgestaltet wurde.

Auch wenn sich das Umweltbewußtsein der meisten Bürger mittlerweile geändert hat - nicht zuletzt aufgrund der Umwelterziehung der Kinder in Schule und Vereinen - möchten wir diesen alljährlichen Umwelttag beibehalten, denn es gibt immer was zu tun.

Auf diesem Wege möchten wir uns nochmal bei allen Helfern und vor allen den Kindern für die Unterstützung sowie bei der Gemeinde Lunestedt für ihre Baum- und Pflanzenspenden bedanken.



Wir
sind nicht nur
verantwortlich
für das, was wir tun,
sondern auch
für das, was wir nicht tun.

Voltaire




Wehrersatzdienst im DRK


Als Alternative zu Bundeswehr oder Zivildienst besteht bei der Lunestedter Funkbereitschaft die Möglichkeit, sich zu einem 8-jährigen Wehrersatzdienst zu verpflichten.
Unsere beiden Ersatzdienstleistenden beschreiben dies wie folgt:


Wir leisten unseren Wehrersatzdienst beim DRK im Katastrophenschutz ab. Dieser dauert 8 Jahre und verpflichtet uns zu ca. 200 Dienststunden pro Jahr, die wir innerhalb einer Gruppe verrichten.
Es gibt in den einzelnen Ortsvereinen verschiedene Betätigungsfelder, wie z.B. den Technischen Dienst, die Verpflegungsgruppe oder den Sanitätsdienst. Unsere Aufgabe im Ortsverein Lunestedt ist es, in der Funkbereitschaft alle Tätigkeiten die zur Nachrichtenübermittlung im Katastrophenschutz anfallen, wahrzunehmen. Es wird uns viel Theorie über das Funkwesen vermittelt und in kleinen Funkübungen in die Praxis umgesetzt. Außerdem findet für uns im Katastrophenschutzzentrum in Spaden einmal monatlich eine Helferausbildung statt. Da wir in eine aktive Gruppe eingebunden sind, gibt es auch noch vielfältige andere Aufgaben. So wirken wir z.B. mit beim Blutspenden, der Oktobersammlung, den Altkleidersammlungen, beim Zeltbau und natürlich bei den Sanitätsdiensteinsätzen für Reit-, und Fußballturniere und der Sail in Bremerhaven. Informationen über, bzw. Anträge für den Wehrersatzdienst, können Interessierte beim DRK-Kreisverband in Schiffdorf oder auch in den Ortsvereinen bekommen. Zeitig sollte man sich für diese Möglichkeit entscheiden, denn es dauert mindestens 2 Monate bis über einen solchen Antrag entschieden ist, und wenn in dieser Zeit die Einberufung kommt, war alle Mühe umsonst.

Marco Bräuer
Uwe Siemens

Altpapiersammlungen



1981 wurde von der Lunestedter Funkbereitschaft eine regelmäßige Altpapiersammlung ins Leben gerufen. Die Helfer der Funkbereitschaft und des Jugendrotkreuzes sammelten über 10 Jahre lang monatlich das von den Lunestedter Bürgern zur Verfügung gestellte Altpapier ein.
Über 600 Tonnen wurden so in dieser Zeit der Wiederverwertung zugeführt. Es begann damals alles recht provisorisch mit geliehenen Traktoren und einem eigenen VW-Bus. Da die Mengen anfangs noch gering waren, lohnte sich die sofortige Abholung durch Unternehmer nicht. So mußte das Papier, manchmal bis zu einem halben Jahr, zwischengelagert werden. Mit Riedemann's Scheune hatten wir hierfür einen idealen Standort gefunden. Einzig störte, daß es meistens durch das Dach just an der Stelle wo das Papier lagerte durchregnete. Später wurde uns von der Firma Nelsen zu den Abholterminen ein Container zur Verfügung gestellt.
Trotz der Gewißheit, daß oft gerade an den Samstagen der Sammlungen Rekordniederschläge gemessen wurden, hätte diese Aktion noch viele Jahre weiterbestehen können. Es zwang uns schließlich die finanzielle Situation zur Aufgabe. Brachte eine Tonne Altpapier zur besten Zeit noch bis zu 40,- DM (Natürlich müssen noch Nebenkosten abgezogen werden), so sackte der Preis für eine Tonne 1989 auf 10,- DM und 1990 schließlich auf 5,- DM ab. Durch Wechsel des Abnehmers konnten wir zu diesen Konditionen noch ein weiters Jahr sammeln. Das entsprach ca. 30,- DM pro Sammlung (abzüglich Benzingeld).
Als wir dann schließlich 30,- DM pro Tonne Altpapier für die Abnahme durch den Unternehmer zahlen sollten, mußten wir daraufhin im Dezember 1990 unsere Altpapiersammlung einstellen.
An dieser Stelle möchten wir uns noch bei den Firmen Gehr, Busch und Blumen Kellmer bedanken, die uns über viele Jahre ihre Fahrzeuge unentgeltlich zur Verfügung stellten.

Uwe Borchers




Nachruf für Hildegard Wesche -Ehrenvorsitzende des DRK-Lunestedt -



Frau Hildegard Wesche hat als Gründungsrnitglied und langjährige Vorsitzende die Geschicke des DRK-Ortsvereins Lunestedt mit ihrer unbeschreiblichen Menschlichkeit gelenkt und beeinflußt. Sie hat das Jugendrotkreuz und die Sozialarbeit als Schwerpunkte ihres Lebens gesetzt. Zusätzlich war sie von 1967 bis 1985 stellvertretende Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes Wesermünde. Für ihre aufopfernde und uneigennützige Arbeit erhielt sie das Verdienstkreuz Erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und das Ehrenzeichen des DRK, die höchste Auszeichnung des Roten Kreuzes. Die Einwohner der Samtgemeinde Beverstedt kennen sie besonders durch ihre jahrzehntelang geleistete Sozialarbeit. Sie hat sich besonders für die Betreuung behinderter Kinder, die Müttergenesungskuren und andere soziale Aufgaben engagiert. Wer sie persönlich kannte, der weiß, daß auch im privaten Bereich die Pflege und Betreuung von Angehörigen für sie ein besonderes Anliegen war. Selbst bis ins hohe Alter hat sie sich aktiv an der Arbeit des Roten Kreuzes beteiligt und obwohl sie selbst lange Jahre von ihrer schweren Krankheit heimgesucht war, vielen Menschen Trost und Hoffnung gespendet. Der DRK-Ortsverein Lunestedt kann sein 40-jähriges Bestehen nur feiern, da Frau Wesche uneigennützig und mit sehr viel Einsatz die Geschicke dieses Ortsvereins gelenkt hat. Es ist mir daher ein besonderes Anliegen, anläßlich der Jubiläumsveranstaltung auf das Wirken von Frau Wesche hinzuweisen.

Voigts
Vorsitzender


Blutspendetermine
im Ortsverein Lunestedt



Der DRK-Ortsverein Lunestedt hat frühzeitig versucht, sich dieser großen Aufgabe zu stellen. Bereits seit dem Jahre 1960 werden regelmäßige Blutspendetermine in Lunestedt durchgeführt.
In den ersten Jahren einmal jährlich, ab 1978 zweimal jährlich und seit 1990 sogar dreimal im Jahr. Bis zum heutigen Tage konnten über 7.000 Blutspender begrüßt werden. Um die Versorgung der Krankenhäuser sichern zu können, müssen an jedem Spendetag 18 Teamfahrzeuge pro Tag mindestens 2.500 Konserven zum Blutspendedienst nach Springe bringen. Da Blut aber nur eine begrenzte Zeit haltbar ist und auch für die Verarbeitung ausreichende Zeit vorhanden sein muß, darf pro Tag die Höchstmenge von 2.700 Konserven nicht überschritten werden. Es muß somit eine kontinuierliche Versorgung mit Spenderblut gewährleistet sein.

Schnelle Hilfe bei Unfällen, Operationen oder Geburten und die wirksame Behandlung schwerer innerer Krankheiten sind nur möglich, wenn Blutkonserven und Blutbestandteile jederzeit in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.
Jeder Gesunde zwischen 18 und 65 Jahren ist aufgerufen, sich an dieser Aktion für "Hilfe auf Gegenseitigkeit" zu beteiligen. Nur 60 Minuten - einschließlich Spende, Ruhezeit und kostenlosem Imbiß - dauert es.

Welche Vorteile hat das Blutspenden für den Spender?

1. Der Spender erfährt die Blutgruppe mit Rhesusfaktor durch die Aushändigung des Unfallhilfe- und Blutspenderpasses.
2. Ein Antikörper-Suchtest spürt Substanzen auf, die gegen körperfremde Blutzellen gerichtet sind und bei Bluttransfusionen Störungen verursachen.
3. Getestet werden bestimmte Krankheiten (z.B. Lebererkrankungen, bzw. vorübergehende Leberfunktionsstörungen). Der Spender erhält anschließend Nachricht vom Blutspendedienst.
4. Vor Ort wird bereits der Eisenwert des Blutes sowie der Blutdruck überprüft.

Weitere Einzelheiten über den Blutspendedienst können in der Zeit vom 20. bis 23. Juni im Gebäude der Kreissparkasse in Lunestedt sowie am 24. und 25. Juni in der Grundschule in Lunestedt erworben werden. Im Rahmen der Jubiläumswoche findet am 24. Juni ein Blutspendetermin statt, zu dem recht herzlich eingeladen wird.

Ulf Voigts



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